Ölpreis fällt – Wo bliebt der Freudenschrei?

Wo bleibt der freudige Aufschrei? Die Benzinpreise purzeln und purzeln weiter nach unten und bewegen sich nun in der Richtung um 1,20 Euro pro Liter und befinden sich damit weit von ihren Höchstständen im Sommer entfernt. Aber keiner freut sich richtig laut. Als der Ölpreis im Sommer auf über 135 US Dollar pro Barrel stieg, da war das Gejaule groß. Der SPIEGEL brachte sogar neben einer Titelgeschichte eine komplette Serie über die Zukunft unserer Energieversorgung raus. Es sah so aus, als ob wir uns Öl, Benzin und Gas nicht mehr lange leisten könnten. Doch im Sog der Finanzmarktkrise bewegen sich nicht nur die KonjunkturRezessionsaussichten nach unten, sondern auch die Rohstoffpreise. Öl kostet heute nur noch 44 Dollar pro Barrel. Zeit für einen Freundenschrei, liebe energieverbrauchende Industrie. Zeit für einen Freundenschrei, liebe Autofahrende. Doch wo bleibt er?

Während für den normalen Konsumenten und Industriellen sich diese Entwicklung durchaus positiv auswirken sollte, birgt sie doch ökologische Gefahren. Die Suche nach Ersatz für die fossilen Energieträger scheint nun nicht mehr ganz so dringlich. Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Automobilindustrie sollten dennoch nicht blind sein und möglichst schnell alternative Antriebe zur Marktreife bringen. Es ist anzunehmen, daß nach einer konjunkturellen Delle von ein bis mehr Jahren, der Ölpreis schnell wieder auf alte Höchststände ansteigt beziehungsweise darüber hinausschießt. Dann wird es wieder einen Aufschrei geben und die Frage, wieso es noch keine 1-l-Autos, Elektroautos, etc. gibt. Ob sich die Verantwortlichen in solchen finanziell schwierigen Zeiten zu so verantwortungsvollen Schritten durchringen, wird die Zukunft zeigen. Die Hoffnung besteht.

4 Kommentare


  1. Diesel gabs hier gestern sogar für 1,11 Euro! Warum aber keiner vor Freude ausrastet? Man erinnert sich noch dunkel an die Zeit, in der man für unter 1,00 DM/l tankte!!!

    Und das kollektive Tankgedächtnis der Deutschen ist mißtrauisch geworden: Nur nicht zu laut jubeln, weil der Hammer schnell auf dem Fuß folgt – Daher lieber leise geniessen in der Furcht, dass sich die Ölmultis einen Barrelpreis von 40 Dollar sicher nicht lange nur anschauen werden. Daher denke ich nicht, dass wir wieder in alte Verbrauchsgewohnheiten zurückfallen.

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  2. Ich hab gerade auf Eins Extra gesehen, daß der Ölpreis aktuell trotz dieser Maßnahme auf unter 40 Dollar gefallen sein soll. Soviel Macht haben die Scheichs der OPEC bei Preisverfällen nicht mehr. 1500km Weg ist weit. Viel Spaß!

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  3. Es scheint leider wieder so aus, dass die Ölpreise zu Weihnachten wieder steiegen werden.

    Wo gint es denn Autos, die mit Strom laufen sollen?

    Gruß
    Dorina

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