Hallo Kommerz!

Dienstag, der 31. Oktober 2006, 20:16 Uhr von daburna

Nachdem die Kommerzialisierung aller bisherigen “christlichen” Feiertag wie Ostern und Weihnachten fast komplett abgeschlossen ist und man das ganze Jahr über entweder Schokoosterhasen oder -weihnachstmänner kaufen kann, drängt sich ein neuer Tag ins Interesse der Industrie: Halloween. Die Wikipedia definiert:

Als Halloween wird die Feier des Vorabends vom Allerheiligenfest in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November bezeichnet, die vor allem in Irland und Nordamerika traditionell gefeiert wird.

Dabei kann ich mich noch ganz genau daran erinnern, daß vor fünf oder sechs Jahren als ich mit Christoph verkleidet und um Bier bettelnd durch Bargteheide schlich, kaum jemand Halloween kannte. Früher war alles besser… quatsch! Zu dieser Zeit hatte noch keiner entdeckt, was für ein kommerzielles Potenzial in Halloween drinsteckt.

Inzwischen ist das anders. Überall gibt es (natürlich mindestens drei Monate vorher) Deko wie Kürbisse, Hexenbesen etc. zu kaufen. Die Kinder klingeln sich durch die Wohngebiete und kommen mit gefüllten Beuteln nach Hause. Kiloweise Süssigkeiten und auch Geld finden sich darin wieder. Da werden sich in ein paar Monaten die Zahnärzte drüber freuen. Primär freuen sich aber die Süssigkeitenindustrien, die Kürbisherrsteller und Mister Burns oder wer sonst hinter diesem Spuk steckt. Für mich gibt es an diesem Tag nur ein Highlight: die Halloween Episode der Simpsons.

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Der Spion, den ich liebte

Dienstag, der 31. Oktober 2006, 15:02 Uhr von daburna

Kaum eine Woche ist die Version 2 des beliebten Browsers Firefox alt, da findet ein technikkundiger Mensch heraus, daß Firefox unter bestimmten Umständen die Daten abbonierter RSS-Feeds an Google überträgt. Das Engagement von Google bei Firefox wertet sich also negativ aus. Google sammelt abermals mehr Daten als notwendig. Es besteht die Hoffnung, daß die Firefox Entwickler dieses Datenschutzloch schliessen. Mehr dazu gibt es bei heise online zu lesen.

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Crossgolf in Catchwood

Sonntag, der 29. Oktober 2006, 19:53 Uhr von daburna

Samstag nachmittag. Während die Jugend von Greifswald Ventile aus Fahrradschläuchen klaut, gehen wir einem anspruchsvollen Sport nach: Crossgolf! Beim ersten Feld, auf dem wir abschlagen wollten, kam nach zwei Schlägen ein Nazi-Kommunisten Bauer und verscheuchte uns mit den Worten “Spielt das in eurem Zimmer”. Danach ging es allerdings gut und bis zur Dämmerung waren einige gute Schläge geschafft worden. Hier eine kleine Auswahl an Fotos dazu, mehr gibts bei Flickr.

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100 Blondinen gesammelt

Montag, der 23. Oktober 2006, 22:03 Uhr von daburna

Ein kleiner visitenkartengroßer Flyer in meiner Erstsemestertüte machte Werbung für das größte virtuelle Studentenportal in Deutschland: StudiVerzeichnis.net. Eine Seite auf der schon 500.000 Studenten registriert sind und dabei in ihren Profilen ganz schön viel über ihr Leben preis geben. Abgeguckt wohl in den USA, wo die Seite Facebok.com genau die gleiche Zielgruppe und Design besitzt.

Was anfangs lustig war, artete bei Einigen schnell zur Freunde- und Gruppensammelei aus. Profilierung über die meisten Freunde oder die coolsten Gruppen. Dabei ist genau das eins der Ziele dieser Seite: in Kontakt bleiben mit alten oder neuen Schul- und Unifreunden (das eigentliche Ziel ist es natürlich damit irgendwie Kohle zu scheffeln).

Wie schnell es geht, einem vorher unbekannte Personen, per simple Einladung als Freund hinzuzufügen, hat gerade ein junger Mann bewiesen. Unter dem Profilnamen Tebis Nador versuchte er in möglichst kurzer Zeit 100 attracktive Blondinen als Freundinnen zu gewinnen. Dies klappte sogar schneller, als er dachte, wie er hier im Interview erklärt.

Dies ist eigentlich sehr erstaunlich, da normalerweise niemand jemand anderem mitten auf der Straße seine Telefonnumer geben würde. Im Internet geschieht aber gerade bei diesen Seiten des “Social Networking” (soziale Netzwerke) soetwas einfacher als erwartet. In den Profilen outet sich jeder. Ob politische Einstellung oder letzter Job, alles wird bereitwillig angegeben und ist so für jedermann zugänglich. (Über diesen Nachteil des digitalen Vermächtnis habe ich hier schon an anderer Stelle geschrieben.)

So hat das ganze dann auch bei Herrn Nador funktioniert. Keiner kannte ihn, aber die Frauen haben trotzdem seine Freundschaftseinladung akzeptiert. Das Wort Freund wird hier durch das Internet digital gedehnt. Der Freund, den man persönlich kennt, weicht dem virtuellen Freund. Es fing Ende der 90er mit chatten an und geht jetzt zum sozialen Netzwerk über. Eine Entwicklung, die viele nicht verstehen, aber noch viel mehr Leuten gefällt.

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Ich sitz ein!

Freitag, der 20. Oktober 2006, 14:40 Uhr von daburna

Gerade war ich noch auf der Internetseite www.wirhabenbezahlt.de unterwegs schon sitz ich im Knast. Zum Glück ist es nur ein virtueller, denn ich sitze im Internetknast. Zusammen mit schon knapp 3300 weiteren Insassen. Und alle haben wir das gleiche Verbrechen begangen. Wir haben privat kopiert! Der Internetknast ist eine lustige Idee einer Initiative, die sich für die Entkriminalisierung der Bürger einsetzt. Die letzten Reformen des Urheberrechts haben zu so einer Kriminalisierung geführt. Folgende Ziele verfolgt die Initiative:

  • Die Aufnahme einer Bagatellklausel wie sie im ursprünglichen Gesetzentwurf enthalten war. Der Download und das Kopieren digitaler Inhalte in geringem Umfang zu privaten Zwecken darf weder strafrechtlich noch zivilrechtlich verfolgt werden.
  • Unternehmen dürfen keinen freien Zugang zu den Daten der Internetprovider oder gar zu privaten Computern erhalten. Die Strafverfolgung muss weiter Aufgabe der Staatsanwaltschaft bleiben.
  • Die Unterhaltungsindustrie muss verpflichtet werden, die Erstellung von Privatkopien zu gewährleisten. Kopierschutzsysteme, die Sicherheits- und Datenschutzrisiken verursachen, müssen verboten werden.

Kopierknast

Wer in den Knast will, kann sich hier anmelden.

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