Mittwoch, der 22. Februar 2006, 15:00 Uhr von
daburna
Schwarz, rechteckig und im Gebüsch liegend. Sie sehen aus wie weggeworfene erste Hilfe Kästen. Wer aber erste Hilfe erwartet, wird enttäuscht. In Zeiten einer Vogelgrippe-Epedemie in Meck-Pomm und einer atomaren Bedrohung aus dem Iran werden die Kästen nicht viel beachtet. Manchmal sieht man ab und zu ein signalrotes Band in den Gebüschen aufleuchten. Aber auch nur dann, wenn man den Blick vom müllverseuchtem Boden abwenden kann. Dann erkennt man dort eine warnende Aufschrift: Vorsicht Rattengift! Klammheimlich hat Hamburg jeden Quadrahtzentimeter Grünfläche in der City mit genügend Rattengiftbehältern, nicht erste Hilfe Kästen, versorgt. Es scheint, als ob ein lang geplanter Feldzug gegen die Ratten der Stadt begonnen hat. Praktisch! Wo doch gerade diese Nager sich sehr über den Streik von Ver.di freuen dürften.
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Dienstag, der 21. Februar 2006, 19:14 Uhr von
daburna
Heidi Klum, so sagen einige, sei die schönste Frau der Welt. Hamburg, so sagen viele, sei die schönste Stadt der Welt. Was haben nun Frau Klum und Hamburg gemeinsam? Beide müssen sich pflegen, damit sie schön bleiben. Heidi geht dafür zum Friseur und steht morgens vielleicht stundenlang vor dem Spiegel. Hamburg braucht dafür seine Müllmänner und Straßenfeger. Seit nun mehr sieben Tagen streiken diese aber. Es geht um 1,5 Stunden mehr Arbeit pro Woche und einige zehntausend mit dieser Maßnahme bundesweit gefährdeten Arbeitsplätze. In Zeiten der Rationalisierung auch im öffentlichen Dienst werden in anderen Landkreisen schon Arbeitsplätze durch einen Roboterarm am Müllfahrzeug ersetzt. Klar, daß die Menschen Angst um ihren Job haben.

Doch wer profitiert und wer leidet unter diesem Streik? Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes ist die Kommune bzw. hier Stadt Hamburg. Also salopp gesagt Politiker. Wenn bei z.B. VW gestreikt wird, betrifft dieser Streik ein Werk und VW kann nicht mehr genug Polos etc. produzieren. VW macht Verlust. Klar. Streiken jetzt die Angestellten des öffentlichen Dienstes, führt dies nicht zu einem Produktionsausfall. Es entstehen nicht sofort sichtbare Kosten. Manch ein Politiker mag sich ärgern, da er seine Mülltonne nicht geleert bekommt. Andere freuen sich, da sie nun endlich wieder falschparken können, ohne ein Knöllchen zu kassieren. Wer ärgert sich aber am meisten? Richtig der normale Bürger.

Die Straßen werden immer dreckiger. Überall liegen Zigarettenschachteln und diese ekligen schmierigen Trettbomben ähnlichen Ausscheidungen der Hunde. Müllsäcke stapeln sich am Straßenrand und um die Hausmülleimer. Die öffentlichen Papierkörbe, rot und mit frechen Sprüchen beklebt, laufen über und unter ihnen sammelt sich ein stetig wachsender Berg Wohlstandsmüll. Am schlimmsten trifft es hier aber wohl die Reeperbahn. Dort fallen täglich ca. 2t Müll an. Nun sollen dort morgen die Mülleimer einmal geleert werden. Bleibt nur zu hoffen, daß die genervten Büger die Politiker unter Druck setzen können, damit in ganz Hamburg der Müll abgeholt wird. Denn langsam wird es echt eklig.

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Donnerstag, der 9. Februar 2006, 14:14 Uhr von
daburna
1,5kg Planzenfett werden erhitzt. 180 Grad C. Langsam wird das vorher feste Fett flüssig. Endlich kann ich den Metallkorb im flüssigen Fett versenken. Die, in kleine Streifen geschnittenen, Kartoffeln zischen im brodelnden Fett. Der Geruch von Frittenschmiede macht sich in der Küche bereit durch die ganze Wohnung zu ziehen. Es ist 23:30Uhr. Die Currywurst wird langsam braun. Die Pommes knackig. Mal wieder steht mir ein schmachhafter Snack bevor. Hm….lecker!
Unsere Friteuse kann man inzwischen wohl schon als vollwertiges WG-Mitglied zählen. Sie kam am Freitag den 13. Januar während unserer Einweihungsparty als Geschenk und hat sich seitdem in hunderten Fällen bewährt. Pommes sind ja echt lecker und man kann natürlich auch andere Sachen damit frittieren.
Manchmal macht mir das ganze aber auch Angst. Dann z.B. wenn ich nachts nicht einschlafen kann, weil das Fett so laut zischt, da mein Mitbewohner noch fittiert. Ob ständiges Pommes essen gesund ist? Na ich denke mal nicht. Im Fett schwimmen doch die ganzen bösen Krebserreger und warten nur darauf von uns auf einem Teller leckerer Pommes verspeist zu werden.



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